Freiwillige Feuerwehr

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Groß Steinum,

Wir richten diesen Brief an Sie, weil wir uns Sorgen um die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Groß Steinum machen.

In Groß Steinum leben zur Zeit ca. 430 Einwohner, davon leisten nur ca. 6 % der Einwohner ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr. Einige der Kameraden fallen die nächsten Jahre weg, weil sie die Altersgrenze erreicht haben. Der Großteil arbeitet außerhalb des Ortes, so dass diese bei einem Alarmfall nicht zur Verfügung stehen.

Das Gesetz sieht vor, dass nach 8 min. die ersten Einsatzkräfte vor Ort sein sollen um die ersten Maßnahmen einzuleiten.Durch den demografischen Wandel und dem zunehmenden Desinteresse an ehrenamtlichen Arbeiten, möchten wir uns nun an Sie wenden, um einen eventuell bevorstehenden personellen Engpass zu vermeiden und Ihre Feuerwehr zukunftssicherer zu machen.

Die Einsatzzahlen steigen. Sei es bei Unwetter, Verkehrsunfällen, sonstigen Hilfeleistungen oder auch Bränden. Aber die Mitgliederzahlen von aktiven Feuerwehrkräften fallen. Nicht nur in unserem Stadtgebiet ist das der Fall. Wie man in den Medien lesen kann, ist in ganz Deutschland ein Kräftemangel zu erkennen.Es gibt Ortschaften in Deutschland und auch in unserem Stadtgebiet, in denen die Feuerwehr aufgelöst  werden musste, weil sie aufgrund Mitgliedermangel nicht mehr einsatzfähig war.

Dies soll nicht bedeuten, dass sie sich jetzt Sorgen um Ihre Sicherheit machen müssen, aber mittelfristig geht der Weg in diese Richtung. Sinkt der Mitgliederbestand weiter, stehen wir auch bei der Politik und der Verwaltung auf dem Prüfstand.

Die Folgen: Viele Aktivitäten , Maifest etc. könnten in dem Maße nicht mehr stattfinden , manche Aufgaben, die die Feuerwehr im Ort übernommen hat werden wahrscheinlich wegfallen.Wenn bei Ihnen mal der Ernstfall eintrifft und die Feuerwehr benötigt wird, was wir nicht hoffen wollen, übernimmt das zwar eine Nachbarwehr ,was aber zur Folge hat, das sie ca. 10 min länger auf das Eintreffen der Rettungskräfte warten müssen.

Um diesen Mitgliederschwund in Groß Steinum zu trotzen brauchen wir Sie, um auch in Zukunft Ihnen und ihren Mitbürgern professionell und schnelle Hilfe leisten zu können.Ganz egal ob männlich oder weiblich, Sie sind Einwohner in Groß Steinum oder Schickelsheim, sind mind. 16 Jahre alt, haben Interesse am arbeiten mit moderner Technik und möchten etwas zum Allgemeinwohl in unserem Ort beitragen   Dann suchen wir genau Sie!

Damit es in der Zukunft auch weitergehen kann sind auch die Kinder ab 10 Jahren gefordert . Wir beabsichtigen wieder eine Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen. Alle Kinder, ob Junge oder Mädchen im Alter ab 10 Jahren, werden bei uns aufgenommen.

 

Warum Feuerwehr? Hier nur 2 Gründe aus Tatsachenberichten :

Eine Frau bedankt sich bei Tobias von der FF Leipzig-Miltitz

Ich war gestern auf dem Weg nach Hause, nachdem ich vom Lehrgang kam. Auf dem Heimweg sprach mich eine ältere Dame an.

sie bedankte sich bei mir. Ich fragte wofür? Sie antwortete mit einem lächenden Gesicht, holte ihr Portmonaie aus der Tasche, und zog daraus einen Zeitungsartikel, von 2001.Ich las ihn mir durch. Es war ein Brand in einem Einfamilienhaus, der Ort stand nicht dabei.

Die Familie, einschließlich sie, waren noch im Haus und konnten sich  nicht befreien. Erst durch die Feuerwehr konnten sie, ihr Mann, zwei  Kinder und ihr Hund gerettet werden. Sie umarmte mich und ging mit den  Worten: Gottes Segen mit Euch.

Es war ein unbeschreiblich, und ich bekomme jetzt noch Gänsehaut davon. Eine kleine Geste, die viel bewirken kann.

Ich möchte auf diesem Weg auch allen Kameradinnen und Kameraden,  allen Polizistinnen und Polizisten, allen Ärzten,  Krankenschwestern/-pflegern, Rettungssanitäter, -helfer, - assisten, den Dank und den Segen weitergeben, für den täglichen, unermüdlichen  Einsatz, den wir zusammen leisten.

Danke!

Tobias Schubert
- FF Leipzig-Miltitz

Schnelle Hilfe für Kleinkind im Schwimmbad

Donnerstag, 21. Januar 2016; 14.56 Uhr; Weinbergerstraße - Westbad

Ein eineinhalb Jahre altes Mädchen stürzte im Westbad an einem  Beckenrand und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf. In Folge des  Sturzes erlitt das Kind einen Krampfanfall.
Genau zu dieser Zeit betraten gerade Beamte der Feuerwache Pasing das  Westbad. Sie waren auf dem Weg zum Dienstsport. Da die Besatzung des  Hilfeleistungslöschfahrzeuges immer für die Leitstelle erreichbar sein  muss, führte der Fahrzeugführer beim Betreten des Schwimmbades eine kurze Funkprobe mit dieser durch. Unmittelbar nach der Funkprobe wurden  die Beamten von der Leitstelle auf den gerade vorgefallenen Notfall  aufmerksam gemacht.

Sofort begaben sich die Feuerwehrleute mit medizinischer Ausrüstung in den Raum des Bademeisters, wohin das Mädchen gebracht worden war. Zu diesem Zeitpunkt war selbst dem Personal des Eingangsbereiches noch  nicht bekannt, dass ein Notfall im Schwimmbad vorgefallen war. Bis zum  Eintreffen des Rettungsdienstes und des Kindernotarztes wurde das Kind  durch die Beamten der Feuerwache Pasing versorgt.

Nach der Übergabe konnte dann der turnusmäßige Dienstsport aufgenommen werden

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